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Nordic Walking


Nordic Walking Gruppe


Teilnahme

Nordic Walking ermöglicht allen Altersgruppen den Einstieg in ein sanftes Ausdauertraining. Speziell Personen, die schon längere Zeit nicht mehr sportlich aktiv waren, können mit dieser Bewegungsart eine optimale Ausdauerbelastung erlernen, da weder Muskulatur, Gelenke noch das Herz-Kreislaufsystem einer Überforderung ausgesetzt sind.  

Beim Nordic Walking werden etwa 85 Prozent aller Muskeln trainiert. Insbesondere wird auch der Oberkörper gefordert, was zu einer deutlichen Schmerzlinderung bei Verspannungen im oberen Wirbelsäulenbereich führt.

Die Teilnahme an unser Nordic Walkinggruppe wird Ihnen von Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin vorgeschlagen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine vorausgehende cardiale Untersuchung bestehend aus Echocardiographie und Ergometrie. Von den erhobenen Daten im Rahmen des Belastungs-EKGs wird Ihre persönliche Trainingsherzfrequenz errechnet. In diesem Pulsbereich sollen Sie künftig alle Ausdauersportarten betreiben.

Sie erhalten von uns leihweise eine Pulsuhr, um während des Nordic Walkings regelmäßig Ihren Puls überprüfen zu können.

Nach entsprechender cardiologischer Voruntersuchung nehmen Tumorpatienten sowie Patienten mit Übergewicht, Diabetes mellitus bzw. Hypertonie am Nordic Walking teil. Geführt werden die Gruppen von den Ärzten des Therapiezentrums Rosalienhof.

Termine

Montag - Mittwoch - Freitag um 8 Uhr (Dauer: 1 Stunde)


Gesundheitlicher Nutzen von Nordic Walking

Herz-/Kreislaufsystem:

  • Bessere Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus (erhöhte Sauerstoff-Transportkapazität) durch Vermehrung der roten Blutkörperchen
  • Verringerte Thromboseneigung
  • Erhöhung der Herzleistung durch höheres Herzgewicht und -volumen sowie durch verstärkte Herzdurchblutung 
  • Niedrigere Herzfrequenz durch ökonomischere Herz-Kreislaufarbeit (= Schoneffekt), Ruhepuls sinkt ab
  • Senkung des Blutdrucks
  • Verbesserte Elastizität der Blutgefäße
  • Verbesserung des venösen Blutstromes, Vorbeugung vor Krampfadern und Stauungsbeschwerden 
  • bessere Durchblutung in den Nebenarterien gewährleistet einen erhöhten Schutz vor arteriellen Verschlusskrankheiten (Verkalkung der Gefäße) 
  • Durchblutungssteigerung des Gehirns und Bildung neuer Blutgefäße (u.a. verbesserte Merkfähigkeit, größeres Erinnerungsvermögen) 
  • Verbesserte Blutdruckregulierung (hoher Blutdruck wird gesenkt und niedriger erhöht)


Atmung:

  • Anstieg der Vitalkapazität der Lunge = größere Leistungsfähigkeit
  • Vergrößerung der Atemhilfsmuskulatur
  • Ökonomischere Atmung (bei Belastung wird die Atemfrequenz geringer gesteigert) 
  • Verbesserte Sauerstoffversorgung und Durchlüftung der Lungen
  • Anstieg der maximalen Sauerstoffaufnahme durch tiefere Atmung
  • Verstärkte Lungenreinigung von Schmutzpartikeln
  • Vergrößerung der Kapazität der Atemhilfsmuskulatur bei Einsatz der Nordic-Walking-Stöcke


Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen:

  • Muskeln werden kräftiger sowie ausdauernder und ihre Erholungsfähigkeit wird erhöht
  • Mehr Power in der Zelle, Vermehrung der "Zellkraftwerke" - sie dienen der Atmung und dem Stoffwechsel der Zellen - ermöglicht eine verbesserte Sauerstoffausnutzung
  • Höhere Belastbarkeit der Bänder und Sehnen, da diese durch die bessere Durchblutung und Nährstoffversorgung elastischer werden
  • Knochen werden fester. Größere Belastbarkeit und Elastizität der Knochen durch eine verbesserte Mineralstoffversorgung. Knochenmasse wird aufgebaut
  • Besserer Schutz der Gelenke durch verstärkte Ernährung der Gelenkknorpel (bessere Gelenksschmierung)
  • Training der Problemmuskulatur, nämlich die bei den meisten Menschen abgeschwächten oder verkürzten Muskelgruppen wie Rücken-, Schulter-, Nacken-, Hals- und Brustmuskulatur


Stoffwechsel- und Immunsystem:

  • verstärkte Infekt-Abwehr durch mehr Lymphozyten (= Gruppe von weißen Blutkörperchen) im Blut. Weniger Infektionskrankheiten
  • Geringere Tumorrate durch Stärkung des Immunsystems
  • Absinken erhöhter Blutfette und des "schlechten" LDL-Cholesterins
  • Anstieg des "guten" HDL-Cholesterins
  • Senkung des Harnsäurespiegels
  • Verbesserung der Insulinempfindlichkeit, Vorbeugung von Altersdiabetes
  • Verbesserter Ausscheidungsstoffwechsels über den Schweiß
  • Unterstützung der Gewichtsregulation und Abbau von überschüssigem Körpergewicht
  • Förderung der Darmtätigkeit
  • Bessere Gegensteuerung bei Stressreaktionen des Körpers


Nerven- und Hormonsystem:

  • Verbesserung der Bewegungssteuerung (Koordination, Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht, Raumorientierung, Aufmerksamkeit)
  • Optimierung der vegetativen Regulation (raschere Erholungsfähigkeit, positive Beeinflussung bei Schlaflosigkeit, Nervosität und Konzentrationsschwäche)
  • Erhöhte Leistungsfähigkeit durch Ökonomisierung des hormonellen Systems
  • Erhöhung der Libido und sexuellen Potenz
  • Bildung neuer Nervenzellen im Hippocampus, einer Hirnregion, die mit Lernen und Erinnerung zu tun hat


Psyche:

  • Steigerung des Selbstwertgefühls und des Körperbewusstseins
  • Förderung des psychischen Wohlbefindens (Freude, Zufriedenheit)
  • Positive Beeinflussung in Richtung eines gesundheitsorientierten Lebensstils (verstärktes Gesundheitsbewusstsein)
  • Steigerung des Aktivitätsniveaus (wirkt u.a. der zunehmenden Vereinsamung entgegen)  - vor allem beim Training in der Gruppe
  • Erhöhung der Stresstoleranz und Steigerung der Problemlösungskapazität
  • Mehr Lebensqualität durch intensivere Körperwahrnehmung