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"Bewusst gesund genießen": Gibst du mir deine E-Nummer?


Frau mit Teigwaren


Willkommen im Reich der Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Antioxidationsmittel! Oder kurz: Willkommen im Reich der E-Nummern. Wir schicken voraus, dass jeder gerne wüsste, was er zu sich nimmt. Umso geheimnisvoller erscheinen da die Nummern, die wir auf den Lebensmittelpackungen in den Supermärkten finden. Lust auf E-133 zum Frühstück? 

Aber noch mal von vorn: Was sind E-Nummern überhaupt?

E-Nummern sind Codes, die uns sagen, welche Zusatzstoffe in einem verarbeiteten Lebensmittel enthalten sind. Unterschieden wird zwischen den Funktionsklassen der Farbstoffe, Süßungsmittel, Emulgatoren, Konservierungsmittel, Stabilisatoren oder Antioxidationsmittel – um nur einige davon zu nennen. Dabei muss es sich nicht immer um chemische Stoffe handeln: Zwar werden viele Lebensmittelzusatzstoffe synthetisch hergestellt, andere jedoch stammen aus pflanzlichen Rohstoffen oder werden auf der Basis von Mikroorganismen gefertigt.

Wie viele Zusatzstoffe gibt es und wer entscheidet über ihre Zulassung?

Es gibt über 300 E-Nummern, die innerhalb der Europäischen Union für die Kennzeichnung von Lebensmittelzusatzstoffen verwendet werden. Über ihre Unbedenklichkeit entscheidet EFSA – die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Voraussetzung für eine Zulassung sind drei Aspekte: Zum einen muss der Stoff gesundheitlich unbedenklich sein, zum anderen technisch notwendig und letztendlich dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Verwendung nicht irregeführt werden. 

Wie werden Zusatzstoffe gekennzeichnet?

Bei verpackten Lebensmitteln müssen die Zusatzstoffe in der Zutatenliste angeführt sein – entweder mit dem Namen oder der entsprechenden E-Nummer – vorangestellt die Funktionsklasse.

Und wie verhält es sich mit dem gesundheitlichen Aspekt?

Zum einen bringen Lebensmittelzusatzstoffe viele Vorteile: Sie verlängern die Haltbarkeit, schützen vor Mikroorganismen oder verhindern, dass sich Aromen verändern. Andererseits ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit umstritten.

Oft werden Zusatzstoffe auch mit Allergien in Verbindung gebracht, wobei man nicht vergessen darf, dass natürliche Lebensmittel wie etwa Eier oder Nüsse zu den häufigsten Allergieauslösern zählen.

Fazit. Es gilt die Faustregel: Je weniger ein Lebensmittel verarbeitet ist, umso weniger Zusatzstoffe enthält es. Am besten genießen Sie Ihre Lebensmittel frisch!  


Die Gesundheitsförderung der BVA wünscht Ihnen nummerische Überlegenheit!