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Frühkarenzurlaub/Familienzeitbonus


Seit 1.3.2017 erhalten Personen, die nach der Geburt eines Kindes Familienzeit in Anspruch nehmen, einen Familienzeitbonus.

Bei der Familienzeit, die zwischen 28 und 31 Tagen dauern kann, handelt es sich um eine Sonderform des untermonatigen unbezahlten Urlaubes. Während jedoch beim untermonatigen unbezahlten Urlaub die Versicherung weiterläuft, ist bei der Familienzeit die Versicherung grundsätzlich unterbrochen und der Dienstnehmer vom Dienstgeber abzumelden.

Im Bereich des öffentlichen Dienstes ist jedoch abweichend dazu Folgendes zu beachten:

Dienstnehmer des öffentlichen Dienstes (auch der Universitäten) haben in der Regel gesetzlichen bzw. kollektivvertraglichen Anspruch auf einen Frühkarenzurlaub (Papamonat). Auch dieser gilt als Familienzeit im Sinne des Familienzeitbonusgesetzes.

Konsumiert ein Dienstnehmer einen solchen Frühkarenzurlaub, so galt bereits bisher, dass die Versicherung weiterläuft und die Beiträge zur Gänze vom Dienstgeber zu bezahlen sind. Diese Regel bleibt auch nach Einführung des Familienzeitbonus unverändert.

Im Ergebnis ist ein BVA-versicherter Dienstnehmer, der einen gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Frühkarenzurlaub konsumiert und während dessen Familienzeitbonus erhält, nicht von der Versicherung abzumelden. Die Beiträge während des Frühkarenzurlaubes trägt der Dienstgeber.

Nur im - vermutlich seltenen - Fall einer vereinbarten Familienzeit ohne zugrundeliegendem Frühkarenzurlaub ist der Dienstnehmer von der Versicherung abzumelden.