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"Bewusst gesund genießen": Henne oder Ei?


Eier


Was zuerst da war, können wir Ihnen leider auch nicht sagen. Allerdings lohnt es sich, das Grundnahrungsmittel mit der empfindlichen Schale genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Wie viel Energie liefert ein Hühnerei?

Ausgehen können Sie von rund einhundert Kalorien pro Hühnerei, wobei die genaue Anzahl natürlich von der Größe abhängt. Neben einem minimalen Kohlenhydratanteil halten sich Fett und Eiweiß annähernd die Waage, wobei der Großteil der Kalorien vom Fett stammt. Das kommt daher, dass dieselbe Menge Fett mehr als doppelt soviel Energie liefert wie Eiweiß – und übrigens auch wie Kohlenhydrate.

 

Und wie sieht es mit der biologischen Wertigkeit aus?

Was die so genannte "biologische Wertigkeit" betrifft – dieser Begriff gibt an, mit welcher Effizienz Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann – enthält das Hühnerei das hochwertigste Eiweiß aller Nahrungsmittel. Die Höhe des Fettanteils ist nicht zu unterschätzen, wobei viele ungesättigte Fettsäuren darunter sind, die im Volksmund als "gute Fettsäuren" bezeichnet werden.

 

Ei, Ei – eine Vitaminbombe!

Mit Ausnahme von Vitamin C enthält das Ei alle Vitamine. Wegen der hohen Konzentration sind Vitamin A - das auch die Sehleistung unterstützt, Vitamin B2 - das eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielt - und Folsäure - von der der Großteil der Bevölkerung generell zu wenig aufnimmt - besonders hervorzuheben. Doch auch mit Mineralstoffen geizt das Ei keineswegs, hier stehen Natrium, Phosphor und Eisen ganz vorne.

 

Wie verhält es sich mit der "Problemzone" Cholesterin?

Trotz der vielen guten Eigenschaften wird über den gesundheitlichen Aspekt der Eier nach wie vor viel diskutiert. Hauptverantwortlich ist der relativ hohe Cholesterinanteil. Gerne wird dem Ei aufgrund dieser Eigenschaft eine direkte Korrelation zu Herz-Kreislauferkrankungen unterstellt. Allerdings muss man wissen, dass der Großteil des Cholesterins vom Körper selbst hergestellt wird, und dass das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin nicht alleine über die Höhe des Cholesterinspiegels entscheidet. Darüber hinaus steckt in Eiern Lecithin, ein Stoff, der unter anderem dafür bekannt ist, die Cholesterinaufnahme im Darm zu hemmen.

 

Wie viele Eier können nun bedenkenlos gegessen werden?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Eine Zeit lang galt die Empfehlung: nicht mehr als drei Stück pro Woche. Davon ist man aber wieder abgekommen. Wer sich gesund und vollwertig ernährt, der verträgt mit Sicherheit auch mehr – vor allem auch angesichts der Menge an gesundheitsfördernden Nährstoffen im Ei.

 

Die Gesundheitsförderung der BVA wünscht Ihnen einen schönen Mai!