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"Bewusst gesund genießen": Was der "wilde Knoblauch" alles kann


Bärlauch im Korb


Unser heutiger Gesundheitstipp befasst sich mit einem schmackhaften Verwandten von Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch, der im Wald geerntet werden kann: Bärlauch. Vorsicht nur vor Verwechslungen! 

Wenn er aus dem Boden sprießt, wissen wir, dass der Frühling nicht mehr weit ist: Als einer der ersten Frühlingsboten bedeckt der Bärlauch im März und April ganze Bereiche der europäischen und nordasiatischen Laub- und Auwälder und verströmt dort sein unverkennbares knoblauchartiges Aroma. Der Bärlauch wächst besonders gut auf feuchten, nährstoffreichen Waldböden. Wichtigstes Charakteristikum: Seine Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Die Oberseite der Blätter ist glänzend, die Unterseite matt. Beim Zerreiben der Blätter riecht der Saft stark nach Knoblauch.

Die Blätter sollten vor der Blüte geerntet werden, da sie sonst einen leicht bitteren Geschmack entwickeln.

Was ist drin?

Seinen scharf-würzigen Geschmack hat das beliebte Frühlingsgewächs den enthaltenen ätherischen Ölen und Schwefelverbindungen zu verdanken. An Nährstoffen liefert Bärlauch viel Vitamin C, außerdem enthält er die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen. Er ist mindestens so heilwirksam wie sein kultivierter Bruder, der Knoblauch, und wirkt wie dieser adstringierend, schweißtreibend, anregend und etwa auch entzündungshemmend. Um Nährstoffverluste zu vermeiden, sollte Bärlauch am besten roh verarbeitet oder den gekochten Speisen erst am Ende der Garzeit beigefügt werden. Bärlauch-Rezepte gibt es unzählige: von Bärlauchknödeln über -risotto und -suppen bis hin zu kalten Zubereitungen mit Topfen, Frischkäse, Kräuterbutter oder Salate. 


Gefährliche Verwechslung

Wer selbst in den Wald geht, sollte allerdings Vorsicht walten lassen, da die schmackhaften Blätter jenen der giftigen Herbstzeitlose bzw. der Maiglöckchen ähneln. Zu den Unterschieden: Die Blätter der tödlich giftigen Herbstzeitlose sind schmal-länglich, sitzen ohne Stiel am Stängel und treiben in Büscheln aus dem Boden, wobei die jüngeren von den älteren Trieben umgriffen werden. Der Saft der Herbstzeitlose ist geruchlos. Die ebenfalls giftigen Maiglöckchen wiederum wachsen meist paarweise, wobei ältere Blätter die jüngeren umfassen. Wer sich unsicher ist, der greife besser auf das (sichere) Angebot im Gemüseregal zurück!
In jedem Fall sollten die Blätter des Bärlauchs vor dem Verzehr heiß gewaschen werden.

Wir wünschen guten Appetit und eine wunderbar schmackhafte Frühlingszeit!