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Weltherztag 2018


Herz Illustration


Herzerkrankungen und Schlaganfälle sind weltweit die Todesursache Nr. 1. Über 17 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an diesen Erkrankungen - in Österreich gehen 48% aller Todesfälle darauf zurück. Etwa 80% dieser Todesfälle könnten durch Präventivverhalten vermieden werden.

Um auf die Wichtigkeit der Herzgesundheitsvorsorge aufmerksam zu machen, wurde der Weltherztag von der World Heart Federation (WHF) gemeinsam mit der World Health Organization (WHO) im Jahr 2000 ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr am 29. September statt. Dazu gibt es weltweit zahlreiche Veranstaltungen und Aufklärungskampagnen zum Thema, wo unter anderem die Frage beantwortet wird, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einen Schlaganfall vorzubeugen.

Der diesjährige Slogan des Weltherztages lautet "My Heart, Your Heart" ("Mein Herz, dein Herz") und soll dazu anregen, sowohl der eigenen Herzgesundheit, als auch der von anderen, mehr Achtsamkeit zu schenken. So kann sich jeder persönlich vornehmen, seine Ernährung "herzgesund" zu gestalten, nicht zu rauchen und den Alltag aktiver zu gestalten und damit gleichzeitig ein Vorbild für Familie, Freunde, Kollegen etc. sein.

Die wichtigsten Eckpfeiler für Ihre Herzgesundheit haben wir hier zusammengefasst:

Regelmäßige Bewegung trainiert das Herz. Dabei wäre eine tägliche intensive Sporteinheit von 30 Minuten ideal. Aber auch in den Alltag kann man immer wieder zwischendurch Bewegung einbauen, indem man Treppen steigt oder Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt. 

Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Teil der Herzgesundheitsvorsorge. Viel frisches Gemüse und Salate, gesunde pflanzliche Öle, die mit ihren ungesättigten Fettsäuren helfen können, den Cholesterinspiegel zu senken und somit das Herz zu schützen. Dazu gehören auch die Omega-3-Fettsäuren, die reichlich in Kaltwasserfischen vorkommen, weshalb diese mindestens 2x pro Woche auf dem Speiseplan stehen sollten.

Man muss nicht gänzlich auf Fleisch verzichten, sollte den Konsum jedoch wegen der ungesunden gesättigten Fettsäuren stark einschränken, die vor allem in rotem Fleisch vorkommen. Von verarbeiteten Fleischprodukten wie Wurstwaren oder Aufstriche wird eher abgeraten. 

Ebenfalls reduzieren sollte man den Salzkonsum (nicht mehr als 3 Gramm bzw. einen gestrichenen Teelöffel täglich), denn dieser erhöht den Blutdruck und wirkt sich negativ auf die Gefäße aus. 

Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einerseits erschwert jedes Kilo zuviel dem Herz die Pumparbeit, andererseits werden Fettzellen im Gewebe und den Arterien abgelagert. Es kommt zu Durchblutungsstörungen, Arterienverkalkung oder Arteriosklerose, was wiederum zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Der BMI-Wert sollte unter 25 liegen. Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht, ab einem Wert von 30 von Adipositas. 

Tabakkonsum: Nicht nur die Lunge leidet unter Tabakrauch, auch das Herz und die Gefäße werden in Mitleidenschaft gezogen. Beim Rauchen einer Zigarette entstehen über 4.000 chemische Verbindungen und Substanzen, die den Körper schädigen können. Unter diesen befindet sich das Kohlenmonoxid, das die Gefäßinnenschicht schädigt und so zur Arteriosklerose führen kann. 

Stress:

Lärm, Zeit- und Leistungsdruck, Probleme in der Beziehung, am Arbeitsplatz oder in der Familie: Stress ist ein echter Risikofaktor. Kurzfristig kann Stress durchaus positiv sein, denn er hilft, schwierige Situationen zu meistern. Längerfristig kann er aber unserer Gesundheit und damit dem Herz-Kreislauf-System schaden, da die Stresshormone die Gefäße verengen und der Blutdruck steigt. Ein erster Schritt der Stressbewältigung ist es, festzustellen, welche Stressfaktoren vorhanden sind. Im Weiteren gilt es herauszufinden, welche Strategie der Stressbewältigung passend sein könnte: Zeitmanagement überdenken und bereinigen, Sport betreiben, Entspannungstechniken erlernen etc.

Unter unserer Rubrik  Gesundheitstipps erhalten Sie Ratschläge zu diesen und weiteren Themen, die Sie auf dem Weg zu einem gesünderen Leben unterstützen können.

Vorsorge:

Ein ganz wichtiges Thema ist die Vorsorgeuntersuchung - ein Gesundheitscheck, der den Status quo der körperlichen Verfassung erhebt. In Österreich haben alle Versicherten und anspruchsberechtigten Angehörigen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung. Sie können die Vorsorgeuntersuchung im  Ambulatorium Wien der BVA oder bei einer Vertragsärztin bzw. einem Vertragsarzt mit Vertrag für Vorsorgeuntersuchungen oder entsprechenden Einrichtungen der Sozialversicherung durchführen lassen. Im Ambulatorium Wien der BVA stehen Ihnen für weiterführende Untersuchungen oder Abklärungen auch unsere Interne Ambulanz und gegebenenfalls unser Augen- bzw. Zahnambulatorium zur Verfügung. 

An dieser Stelle dürfen wir Sie auch auf die Frauengesundheitsenquete in St. Pölten am 9. und 10. November und den Männergesundheitstag in Zwettl am 24. November aufmerksam machen, wo Sie im Rahmen einer "Gesundheitsstraße" ebenfalls einen Gesundheitscheck machen können. Nähere Informationen erfolgen in Kürze auf unserer Homepage.

Gesundheitsförderung:

Bei der Gesundheitsförderung handelt es sich um einen ganz wichtigen Bereich der Vorsorge, welcher verhaltensorientierte Maßnahmen für mehr Gesundheit bereitstellt.

Die BVA setzt im Bereich Gesundheitsförderung Öffentlicher Dienst verstärkt Akzente und initiiert, begleitet und fördert ganzheitliche Projekte in den unterschiedlichsten Dienststellen.

Themenspezifische Angebote leiten Sie an, wie Sie Ihre individuelle Gesundheit verbessern können. Aber auch durch Angebote für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Dienststelle können Belastungen minimiert und Gesundheitsressourcen gestärkt werden. Detaillierte Informationen finden Sie unter Gesundheitsförderung öffentlicher Dienst .

Rehabilitationszentrum Austria und Therapiezentrum Buchenberg

Seit Jahrzehnten betreut die BVA ihre Versicherten im Rehabilitationszentrum Austria in Bad Schallerbach. Der Schwerpunkt des Hauses ist die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Stoffwechsel- und pulmologische Rehabilitation. Hier stehen Diagnostik und Therapie von Stoffwechsel-Erkrankungen, im Speziellen von Übergewicht bzw. Fettleibigkeit und Diabetes mellitus im Fokus. 

Auch in unserem Therapiezentrum Buchenberg in Waidhofen a. d. Ybbs bieten wir unter anderem Stoffwechselrehabilitation mit den Hauptindikationen Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom und Adipositas an. Weiters werden hier auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen, funktionelle Störungen des Magen-Darm-Traktes sowie chronische Lebererkrankungen und Nahrungsunverträglichkeiten behandelt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter RZ Austria  bzw. unter  TZ Buchenberg  .