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Ferialjob - Praktikum - Volontariat


Stempe "Angemeldet"


Viele Schüler und Studenten absolvieren in den Sommerferien eine Ferialpraxis, um Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln und gleichzeitig etwas dazu zu verdienen. Wenn das monatliche Einkommen dabei die Geringfügigkeitsgrenze (2017: monatlich € 425,70) übersteigt, dann gilt der Schüler bzw. Student als Ferialarbeiter bzw. Ferialangestellter und somit selbst versichert. Das bedeutet, dass während dieser Zeit keine Anspruchsberechtigung über einen (BVA-versicherten) Elternteil besteht. 

Steht bei dem Job die Ausbildung im Vordergrund, dann handelt es sich dabei um ein Praktikum. Praktikanten sind in der Regel Schüler oder Studenten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren, das von der Ausbildungseinrichtung vorgeschrieben wird. Arbeitsrechtliche Ansprüche auf Entgelt, Urlaub etc. bestehen dabei nicht, die Anspruchsberechtigung (Mitversicherung) bei der BVA bleibt daher aufrecht. Wird vom Arbeitgeber ein freiwilliges "Taschengeld" gezahlt, das über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, so gilt der Praktikant jedoch als Dienstnehmer und ist selbst pflichtversichert. In diesem Fall besteht während der Zeit des Praktikums keine Anspruchsberechtigung bei der BVA. Hinweis: Praktikanten im Gastgewerbe sind immer Dienstnehmer!

Schüler und Studenten, die nach Absolvierung der einschlägigen Schulausbildung bzw. des Studiums in ihren zukünftigen Traumberuf "hineinschnuppern" wollen, gelten als Volontäre und erhalten in der Regel kein Entgelt, womit die Anspruchsberechtigung bei der BVA aufrecht bleibt. Wird dem Volontär jedoch Entgelt oder ein freiwilliges "Taschengeld" über der Geringfügigkeitsgrenze bezahlt, besteht keine Anspruchsberechtigung bei der BVA.    

Meldung an die BVA:

Eine zuvor bestehende Pflichtversicherung lebt - nach Ablauf einer allfälligen Schutzfrist, bei der die Anspruchsberechtigung aufgrund der beendeten Versicherung aufrecht bleibt - nach dem Ende der Ferialtätigkeit wieder auf, eine neuerliche Meldung der Anspruchsberechtigung ist grundsätzlich nicht notwendig.

Wenn für eine Behandlung des Angehörigen jedoch kurz nach Beendigung des Ferialjobs die BVA in Anspruch genommen werden soll, empfiehlt sich eine Meldung an die BVA. Dafür genügt ein formloses Schreiben, Fax oder e-Mail an Ihre zuständige Landes- oder Außenstelle.