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Weltherztag 2017


Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Krankheiten. In den westlichen Ländern stellen sie mit rund 45 Prozent und in den Entwicklungsländern mit rund 25 Prozent aller Todesfälle die häufigste Todesursache dar. In Österreich sind sie bei Frauen über 65 Jahren und bei Männern über 45 Jahren die Haupttodesursache, wobei bei 47 Prozent der Frauen und bei 38 Prozent der Männer Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache angegeben werden.



Illustration Herz

Foto: Shutterstock


Am 29. September findet der Weltherztag statt. Er ist eine Initiative der World Heart Federation (WHF), in der sich entsprechende Organisationen und kardiologische Fachgesellschaften von mehr als 100 Ländern zusammengeschlossen haben. An diesem Tag soll weltweit auf die Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einen Schlaganfall und auf die Möglichkeiten zur Prävention aufmerksam gemacht werden. Das Motto lautet heuer "Share the power" und soll jeden Einzelnen von uns anregen, nicht nur uns selbst sondern auch andere zu motivieren, den Lebensstil zu überdenken und erste Schritte zu einer gesünderen Lebensweise zu machen. 

Ein Herzinfarkt kommt für die Betroffenen meist überraschend, dabei geht ihm in der Regel ein jahrelanger Krankheitsprozess voraus, der oft unbemerkt bleibt, da die Symptome sich langsam entwickeln und keine akut auftretende Befindlichkeitsstörung verursachen.

Dem Risiko einer Erkrankung kann nur durch entsprechende Vorsorge entgegengewirkt werden. In erster Linie muss man sich der Faktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewusst werden. Zu diesen zählen falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Stress – und daraus resultierend Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes etc.

Dabei kann gerade die Gesundheitsförderung mit verhaltensorientierten Maßnahmen zu mehr Gesundheit führen. Themenspezifische Angebote leiten Sie an, wie Sie Ihre individuelle Gesundheit verbessern können. Aber auch durch Angebote für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Dienststelle können Belastungen minimiert und Gesundheitsressourcen gestärkt werden. Detaillierte Informationen finden Sie unter  Gesundheitsförderung öffentlicher Dienst .

Vorsorgeuntersuchung

Ein erster Schritt in die richtige Richtung sollte ein Gesundheitscheck sein, der den Status quo der körperlichen Verfassung erhebt. In Österreich haben alle Versicherten und anspruchsberechtigten Angehörigen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr einmal jährlich Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung. Sie können die Vorsorgeuntersuchung im Ambulatorium Wien der BVA oder bei einer Vertragsärztin bzw. einem Vertragsarzt mit Vertrag für Vorsorgeuntersuchungen oder entsprechenden Einrichtungen der Sozialversicherung durchführen lassen. Im Ambulatorium Wien der BVA stehen Ihnen für weiterführende Untersuchungen oder Abklärungen auch unsere Interne Ambulanz und gegebenenfalls unser Augen- bzw. Zahnambulatorium zur Verfügung. 

An dieser Stelle dürfen wir Sie auch auf die Frauengesundheitsenquete in St. Pölten am 3. und 4. November und den Männergesundheitstag in Zwettl am 2. Dezember aufmerksam machen, wo Sie im Rahmen einer "Gesundheitsstraße" ebenfalls einen Gesundheitscheck machen können. Nähere Informationen erfolgen in Kürze auf unserer Homepage.

Lebensstiländerung

Hat man seine persönlichen Risikofaktoren einmal erkannt, können schon kleine Veränderungen Großes für Ihre Gesundheit bewirken.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren jede Woche mindestens 150 Minuten mit moderater Bewegung oder 75 Minuten mit intensiver Bewegung verbringen. Bewegung kann zudem leicht in den Alltag integriert werden, indem man die Treppen benutzt anstatt mit dem Aufzug zu fahren oder öfters das Auto stehen lässt und Wege zu Fuß erledigt. In sitzenden Berufen sollten immer wieder zwischendurch Bewegungspausen eingelegt werden.

Ähnlich sieht es mit der Ernährung aus. Natürlich wäre es optimal, sich von Anfang an – also von Kindesbeinen an – richtig zu ernähren, aber auch im Erwachsenenalter kann man seine Ernährungsgewohnheiten noch ändern und damit viel Gutes für die eigene Gesundheit tun.

Ein ganz wichtiger Faktor ist der Blutdruck. Bluthochdruck wird oft nicht rechtzeitig erkannt, da keine offensichtlichen Symptome auftreten. So kann eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entstehen und erst Jahre später diagnostiziert werden. Umso wichtiger ist auch hier die Prävention im Rahmen einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung.

Werden Sie zum Nichtraucher. Rauchen ist eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Arterienerkrankungen, dessen häufige Folge ein Herzinfarkt oder Schlaganfall ist. 

Unter unserer Rubrik  Gesundheitstipps erhalten Sie Ratschläge zu diesen und weiteren Themen, die Sie auf dem Weg zu einem gesünderen Leben unterstützen können.

Rehabilitationszentrum Austria und Therapiezentrum Buchenberg

Seit Jahrzehnten betreut die BVA ihre Versicherten im Rehabilitationszentrum Austria in Bad Schallerbach. Der Schwerpunkt des Hauses ist die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und seit Herbst 2012 auch die Stoffwechsel-Rehabilitation. Dabei stehen Diagnostik und Therapie von Stoffwechsel-Erkrankungen, im Speziellen von Übergewicht bzw. Fettleibigkeit und Diabetes mellitus im Fokus. 

Auch in unserem Therapiezentrum Buchenberg in Waidhofen a.d. Ybbs bieten wir unter anderem Stoffwechselrehabilitation mit den Hauptindikationen Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom und Adipositas an. Weiters werden hier auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen, funktionelle Störungen des Magen-Darm-Traktes sowie chronische Lebererkrankungen und Nahrungsunverträglichkeiten behandelt.

Mehr Informationen erhalten Sie unter RZ Austria  bzw. unter  TZ Buchenberg .