Weltglaukomtag am 12. März 2010
Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine Erkrankung des Sehnervs, die unbehandelt zu Erblindung führen kann. In Österreich leiden rund 80.000 Menschen an einem Glaukom. Die Dunkelziffer ist hoch - viele Betroffene wissen lange Zeit nichts von der Erkrankung, da diese schleichend verläuft.
Zeigt sich erstmals eine Einschränkung des Gesichtsfeldes, ist der Schaden am Sehnerv bereits beträchtlich. Um die Krankheit in einem frühen Stadium zu diagnostizieren und geeignete Therapiemaßnahmen einzuleiten, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, vor allem für Risikopatienten, der erste Schritt, um das Augenlicht zu erhalten.
Wird die chronische Augenkrankheit nicht frühzeitig erkannt, führen schwere Schäden an Sehnerv und Netzhaut zu meist bogenförmigen Ausfällen im Gesichtsfeld und letztlich zu Erblindung. Vor allem
Risikofaktoren, zu denen ein erhöhter Augeninnendruck, Durchblutungsstörungen, niedriger Blutdruck, Kurz- oder Weitsichtigkeit, ein Lebensalter ab 40 Jahren und eine positive Familienanamnese zählen, sollten die Bevölkerung dazu bewegen, sich einer regelmäßigen, schmerzfreien Kontrolle durch einen Augenfacharzt zu unterziehen. Eine rechtzeitige Behandlung erfolgt in den meisten Fällen medikamentös. Auch stehen moderne Operationstechniken zur Verfügung mit deren Hilfe dem Fortschreiten der Erkrankung Einhalt geboten werden kann.
Anlässlich des Weltglaukomtages am 12. März 2010 möchte die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft mit der Fortsetzung der erfolgreichen Kampagne “Spielen Sie nicht mit Ihrem Augenlicht. Glaukom kann jeden treffen“ die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auch in diesem Jahr verstärkt auf die schleichende Gefahr lenken. Denn eine gute Sehschärfe ist kein Garant für ein gesundes Auge.

