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Krankenstand der Vertragsbediensteten


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Wer gilt als arbeitsunfähig?

Als arbeitsunfähig gilt, wer infolge Krankheit nicht oder nur mit Gefahr einer Verschlimmerung seines Zustandes fähig ist, jene Beschäftigung auszuüben, die die Pflichtversicherung begründet.
Die bei der BVA versicherten Vertragsbediensteten des Bundes, der Länder, der Gemeindeverbände und der Gemeinden haben im Fall von Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit nur einen zeitlich begrenzten Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber ihrem Dienstgeber. Diese Vertragsbediensteten haben daher Anspruch auf Krankengeld.

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Beginn der Arbeitsunfähigkeit

Sind Sie erkrankt, müssen Sie sich Ihre Arbeitsunfähigkeit auf unserem Formular "Arbeitsunfähigkeitsmeldung" (dieses finden Sie über den Link" Formulare") von Ihrem behandelnden Arzt bestätigen lassen. Krankmeldungen von Fachärzten für Radiologie oder Labordiagnostik können nicht anerkannt werden.

Ihr Arzt muss den Beginn, die Diagnose und den (voraussichtlich) letzten Tag Ihres Krankenstandes auf der Arbeitsunfähigkeitsmeldung vermerken. 

Ist Ihr behandelnder Arzt ein Vertragsarzt, so sendet er unverzüglich den oberen Teil der Arbeitsunfähigkeitsmeldung direkt an die BVA. Wird die Meldung von einem Wahlarzt ausgestellt, müssen Sie diese Ihrer zuständigen Landesstelle (sh. Link Landesstellen) unverzüglich nach der Ausstellung selbst übermitteln. Der untere Teil der Arbeitsunfähigkeitsmeldung kann für die Vorlage an den Dienstgeber verwendet werden.

Tipp

Der Versicherte ist letztendlich dafür verantwortlich, dass die Arbeitsunfähigkeitsmeldung zeitgerecht bei der BVA einlangt. Achten Sie daher darauf, dass Sie oder Ihr behandelnder Arzt die Krankmeldung unverzüglich einsenden.


Bei einem Aufenthalt in einer Krankenanstalt kann eine Aufenthaltsbestätigung anstelle einer ärztlichen Krankmeldung vorgelegt werden. Sind Sie nach der Entlassung noch laufend arbeitsunfähig, benötigen wir ab dem ersten Tag nach der Entlassung eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung Ihres Arztes.

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Ende der Arbeitsunfähigkeit

  • Vor dem voraussichtlichen Ende:
    Endet Ihre Arbeitsunfähigkeit vor dem ärztlich bestätigten Ende, genügt eine formlose schriftliche oder telefonische Meldung an Ihre zuständige Landesstelle. Eine (zusätzliche) ärztliche Bestätigung ist in diesem Falle nicht notwendig.
  • Am angenommen Tag:
    Endet Ihr Krankenstand genau an dem von Ihrem behandelnden Arzt angenommenen Tag, ist keine weitere Meldung erforderlich.
  • Verlängerung des Krankenstandes:
    Sind Sie länger arbeitsunfähig als Ihr Arzt angenommen hat, müssen Sie sich eine neue Arbeitsunfähigkeitsmeldung von Ihrem behandelnden Arzt ausstellen lassen, die ebenfalls unverzüglich an Ihre zuständige Landesstelle zu senden ist.

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Vorladung zur Kontrolluntersuchung in der BVA

Wir sind verpflichtet, bei Vertragsbediensteten das Vorliegen und die Dauer einer Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit zu überprüfen. Werden Sie zu einer Kontrolluntersuchung vorgeladen, sollten Sie alle verfügbaren Befunde und Therapiepläne, die mit Ihrer Arbeitsunfähigkeit in Zusammenhang stehen, mitbringen.

Informieren Sie rechtzeitig Ihre Landesstelle, falls Sie den Termin zur Vorladung aus gesundheitlichen Gründen, wie zum Beispiel hohes Fieber, nicht einhalten können. Details entnehmen Sie bitte der Vorladung. Sollte Ihre Arbeitsunfähigkeit vor oder an dem Tag der Kontrolluntersuchung enden, geben Sie Ihrer zuständigen Landesstelle unverzüglich das tatsächliche Ende Ihres Krankenstandes bekannt. Die Landesstelle teilt Ihnen dann mit, ob der Termin zur Vorladung entfällt.

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Ortswechsel während des Krankenstandes

Wenn Sie Ihren Aufenthalt innerhalb Ihres Wohnortes für mehr als einen Tag ändern, müssen Sie dies im vorhinein Ihrer zuständigen Landesstelle melden. Wollen Sie Ihren Wohnort während Ihrer Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit für mehr als einen Tag verlassen, müssen Sie die Zustimmung der BVA einholen.

Die Bewilligung zum Ortswechsel wird erteilt, wenn

  • der Ortswechsel von der behandelnden Stelle befürwortet wird und
  • sich der Ortswechsel nicht negativ auf den Heilungsverlauf auswirken kann und
  • am neuen Aufenthaltsort die notwendige medizinische Betreuung gewährleistet ist.