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Krankengeld für Vertragsbedienstete

Aus dem Versicherungsfall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit gebührt das Krankengeld, das den entfallenden Arbeitsverdienst der Vertragsbediensteten teilweise ersetzen soll.


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Antrag auf Krankengeld

Krankengeld kann von uns nur auf Antrag, der in der zuständigen Landesstelle einzureichen ist, geleistet werden. Zur Berechnung des Krankengeldes benötigen wir eine vollständig ausgefüllte Arbeits- und Entgeltbestätigung, die Sie von Ihrem Dienstgeber erhalten. Weitere Voraussetzung für die Auszahlung des Krankengeldes ist, dass uns die Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit zeitgerecht und vollständig gemeldet und von uns anerkannt wurde.

Info

Geben Sie für eine etwaige Krankengeldauszahlung auch immer IBAN und BIC an.

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Höhe des Krankengeldes

Ein Krankengeldanspruch besteht grundsätzlich erst ab dem vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit. Für die ersten drei Tage einer Arbeitsunfähigkeit, den sogenannten Karenztagen, besteht kein Anspruch, da im Regelfall ein Entgelt vom Dienstgeber fortgezahlt wird.

Ausnahmsweise kann es durch die unterschiedliche Zusammenrechnung von Folgekrankenständen nach ASVG und VBG bzw. Ländergesetzen vorkommen, dass in den ersten drei Tagen eines Krankenstandes weder Krankengeldanspruch noch Gehaltsfortzahlungsanspruch besteht.

Bemessungsgrundlage für das tägliche Krankengeld ist ein Dreißigstel der um ein Sechstel erhöhten Beitragsgrundlage im letzten Monat mit vollem Entgeltanspruch.

Als tägliches Krankengeld gebühren
ZeitraumAusmaß
vom 4. bis zum 42. Tag
der Arbeitsunfähigkeit
50 % der Bemessungsgrundlage und
ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit60 % der Bemessungsgrundlage


Nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes ist von einem über EUR 30,00 pro Tag liegenden Krankengeldbetrag eine vorläufige Lohnsteuer in der Höhe von 25 % einzubehalten und an die Finanzämter abzuführen. Eine endgültige Berechnung der Lohnsteuer erfolgt durch das Finanzamt im Zuge des individuellen Steuerausgleiches.

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Dauer des Krankengeldanspruches

Der Anspruch auf Krankengeld gebührt für ein und denselben Versicherungsfall bis zu 26 Wochen oder bis zu 52 Wochen, wenn der Anspruchsberechtigte innerhalb der letzten zwölf Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles mindestens sechs Monate in der Krankenversicherung versichert war. Durch die Satzung der BVA wird der Krankengeldanspruch unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 78 Wochen erhöht.

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Auszahlung von Krankengeld

Die BVA weist das Krankengeld spätestens alle vier Wochen im Nachhinein an. Voraussetzung für eine pünktliche Auszahlung ist, dass alle Informationen und Unterlagen, die wir zur Feststellung des Anspruches und Berechnung der Höhe benötigen, zeitgerecht und vollständig bei uns eingelangt sind.

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Ruhen des Krankengeldanspruches

Der Anspruch auf Krankengeld ruht unter anderem

  • solange uns die Arbeitsunfähigkeit nicht unverzüglich gemeldet wird
  • solange der Versicherte Anspruch auf Weiterzahlung von mehr als 50 % der vollen Entgeltbezüge hat
  • solange dem Versicherten ein Übergangsgeld aus der Unfall- oder Pensionsversicherung gewährt wird
  • solange Kündigungsentschädigung, Urlaubsentschädigung oder Urlaubsabfindung gebührt und
  • während des Bezuges von Wochengeld
  • bei Nichtfolgeleisten einer Vorladung zur Kontrolluntersuchung in die BVA


Tipp

Halten Sie eine Vorladung zu einer Kontrolluntersuchung bei der BVA nicht ein, kann dies ebenfalls zum  Ruhen des Krankengeldes führen.

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Versagung des Krankengeldes

Kein Anspruch auf Krankengeld besteht, wenn die Arbeitsunfähigkeit

  • Folge einer schuldhaften Beteiligung an einem Raufhandel ist, soferne eine rechtskräftige Verurteilung nach § 91 StGB erfolgt ist, oder
  • unmittelbare Folge von Trunkenheit oder des Missbrauches von Suchtgiften ist

In diesen Fällen gebührt den im Inland wohnenden bedürftigen Angehörigen die Hälfte des Krankengeldes, wenn ihr Unterhalt mangels anderweitiger Versorgung vorwiegend vom Versicherten bestritten wurde und sie an der Ursache der Versagung des Krankengeldes nicht schuldhaft beteiligt waren.

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Meldepflichten des Versicherten

Jeder Versicherte ist verpflichtet, uns in Zusammenhang mit Krankengeld unverzüglich folgende Tatbestände zu melden:

  • Bezug von Übergangsgeld
  • Kopie des Pensionsbescheides