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Kinderbetreuungsgeld

Seit 1. Jänner 2010 wird Kinderbetreuungsgeld als pauschale Familienleistung sowie als Einkommensersatz-Leistung ausbezahlt.


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Wer erhält Kinderbetreuungsgeld oder einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld?

Das Kinderbetreuungsgeld erhalten leibliche sowie Adoptiv- und Pflegeeltern von Kindern, die nach dem 31.12.2001 geboren wurden. Für Geburten ab 1.10.2009 wird die neue Pauschalvariante sowie das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld ab 1.1.2010 gewährt.

Voraussetzungen:
Anspruch auf Familienbeihilfe, gemeinsamer Hauptwohnsitz mit dem Kind und der Lebensmittelpunkt in Österreich.

Zusatzvoraussetzung für einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld:
Durchgehende Erwerbstätigkeit in Österreich während der letzten 6 Monate vor der Geburt des Kindes.

Die Zuverdienstgrenze der Kinderbetreuungsgeldbezieher darf im Kalenderjahr bei der Pauschalvariante bzw. beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld nicht übersteigen. Alternativ zu der Zuverdienstgrenze von gibt es einen individuellen Grenzbetrag, der aus dem letzten Steuerbescheid vor der Geburt des Kindes ohne Bezug von Kinderbetreuungsgeld ermittelt wird.

linkKinderbetreuungsgeld - Online-Rechner

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Wie hoch ist das Kinderbetreuungsgeld?

Die bei der erstmaligen Beantragung gewählte Leistungsart ist für beide Elternteile bindend. Das Kinderbetreuungsgeld wird monatlich im Nachhinein auf ein österreichisches Konto ausbezahlt.
Für Geburten ab 1.10.2009 besteht die Möglichkeit aus 5 Bezugsvarianten zu wählen.

Pauschalvarianten:

  1. Variante 12 + 2 Monate
    12 Monate für einen Elternteil; Verlängerung bis längstens zum 14. Lebensmonat des Kindes, wenn der 2. Elternteil mindestens 2 Monate Kinderbetreuungsgeld bezieht.
    => Kinderbetreuungsgeld täglich 33,00 Euro
  2. Variante 15 + 3 Monate
    15 Monate für einen Elternteil; Verlängerung bis längstens zum 18. Lebensmonat des Kindes, wenn der 2. Elternteil mindestens 3 Monate Kinderbetreuungsgeld bezieht.
    => Kinderbetreuungsgeld täglich 26,60 Euro
  3. Variante 20 + 4 Monate
    20 Monate für einen Elternteil, Verlängerung bis längstens zum 24. Lebensmonat des Kindes, wenn der 2. Elternteil mindestens 4 Monate Kinderbetreuungsgeld bezieht.
    => Kinderbetreuungsgeld täglich 20,80 Euro
  4. Variante 30 + 6 Monate
    30 Monate für einen Elternteil; Verlängerung bis längstens zum 36. Lebensmonat des Kindes, wenn der 2. Elternteil mindestens 6 Monate Kinderbetreuungsgeld bezieht.
    => Kinderbetreuungsgeld täglich 14,53 Euro
    Für Eltern mit sehr geringem Einkommen beziehungsweise AlleinerzieherInnen ist auch eine Beihilfe von täglich 6,06 Euro für längstens 12 Monate ab erstmaliger Antragstellung vorgesehen.
  5. Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld
    12 Monate für einen Elternteil; Verlängerung bis längstens zum 14. Lebensmonat des Kindes, wenn der 2. Elternteil mindestens 2 Monate Kinderbetreuungsgeld bezieht.
    => Kinderbetreuungsgeld täglich max. 66,00 Euro.

    Höhe:
    Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld gebührt im Ausmaß von 80% des Wochengeldes.

    Zusätzlich wird eine Vergleichsrechnung durchgeführt. Ausgangpunkt für die Ermittlung der Höhe des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes sind die vom Bundesrechenzentrum übermittelten Jahreseinkünfte aus dem Steuerbescheid für das Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes, in dem kein Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde, beschränkt auf das drittvorangegangene Kalenderjahr

linkKBG Bezugsvarianten - Stand 2012 (13.5 KB)

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Wie lange?

Kinderbetreuungsgeld kann man mit der Geburt oder der Übernahme in Pflege beanspruchen. Bei späterer Antragstellung gebührt das Kinderbetreuungsgeld bis zu sechs Monate rückwirkend. Wird das Kinderbetreuungsgeld nur von einem Elternteil in Anspruch genommen, wird es höchstens 30 Monate (bzw. 20, 15 oder 12 Monate) lang ab der Geburt des Kindes ausbezahlt.

Das Kinderbetreuungsgeld ruht, sofern ein Anspruch auf Wochengeld besteht, in der Höhe des Wochengeldes.

Das Kinderbetreuungsgeld kann jeweils nur in Blöcken von mindestens zwei Monaten bezogen werden, wobei ein zweimaliger Wechsel pro Kind zulässig ist. Nimmt der zweite Elternteil auch Kinderbetreuungsgeld in Anspruch, so verlängert sich die Höchstbezugsdauer um den Zeitraum, den der zweite Elternteil bezogen hat, maximal bis zum Höchstausmaß der jeweiligen gewählten Variante. Ein gleichzeitiger Bezug von Kinderbetreuungsgeld durch beide Elternteile ist allerdings nicht möglich.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verlängerung der Höchstbezugsdauer für einen Elternteil um maximal 2 Monate mögliche (Verhinderungskarenz). Bei Mehrlingsgeburten gebührt für das zweite und jedes weitere Kind ein Mehrlingszuschlag in Höhe der halben Grundleistung.

Der Mehrlingszuschlag sowie die Beihilfe gebühren nicht bei dem einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld.