DRUCKEN

Präventivdienste


Stress

Im Sinne der Verpflichtung zur umfassenden Gefahrenverhütung muss der Dienstgeber darauf achten, dass die Maßnahmen zur Gefahrenverhütung den sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden und muss eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen anstreben.

Dazu benötigt der Dienstgeber zur Beratung in Fragen der Sicherheit und der Gesundheit, sowie zur Ausarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen die fachkundige Unterstützung durch die im Bundes-Bedienstengesetz (B-BSG) vorgesehenen Präventivdienste, nämlich Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmediziner.  

Die Verpflichtung des Dienstgebers zur Bestellung von Sicherheitsfachkräften (SFK) sind im 7. Abschnitt des B-BSG bzw. im 7. Abschnitt des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (AschG) geregelt und kann entweder durch die Beschäftigung von sogenannten eigenen Sicherheitsfachkräften im Rahmen eines Dienstverhältnisses erfüllt werden oder durch Inanspruchnahme einer externen Sicherheitsfachkraft oder eines sicherheitstechnischen Zentrums.

Der Dienstgeber hat für seine Dienststelle auch eine arbeitsmedizinische Betreuung einzurichten, wobei diese Betreuung durch ein arbeitsmedizinisches Zentrum laut der Liste des zuständigen Bundesministeriums, durch Beschäftigung von geeigneten Ärzten im Rahmen eines Dienstverhältnisses (eigene Arbeitsmediziner) oder durch Inanspruchnahme externer Arbeitsmediziner ebenso gemäß den Regelungen des 7. Abschnittes des B-BSG bzw. des 7. Abschnittes des AschG zu erfolgen hat. 

Die Bestellung von Präventivkräften enthebt den Dienstgeber nicht von seiner Verantwortlichkeit für die Einhaltung der Bestimmungen des B-BSG und der dazu erlassenen Verordnungen.  

Auch wenn die  Präventivdienste in Ausübung ihrer Tätigkeit weisungsfrei sind, gelten sie als Organe des Dienstgebers.