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Öffentliche Krankenanstalten

Bei einem Aufenthalt in einer öffentlichen Krankenanstalt ist zwischen allgemeiner Gebührenklasse und Sonderklasse zu unterscheiden.


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Allgemeine Gebührenklasse

In öffentlichen Krankenanstalten, die über Landesfonds finanziert werden, wie zum Beispiel Landeskrankenhäuser, übernehmen wir auf der allgemeinen Gebührenklasse die Kosten der medizinischen Krankenbehandlung, zum Beispiel für Operationen und medizinische Betreuung, wenn und solange es die Art der Krankheit erfordert.

Versicherte und anspruchsberechtigte Angehörige haben in der allgemeinen Gebührenklasse keinen Kostenbeitrag zu leisten.

Tipp

Der direkt an die jeweilige Krankenanstalt zu zahlende Spitalskostenbeitrag dient als Beitrag zu den Verpflegskosten und steht in keinem Zusammenhang mit Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung bei der BVA.
Dieser Beitrag darf von den Krankenanstalten höchstens für 28 Tage (in OÖ für 25 Tage) pro Kalenderjahr eingehoben werden. Von der Rezeptgebühr befreite Personen sowie Personen, die sich aufgrund der Mutterschaft und Geburt in Anstaltspflege befinden, sind von diesem Beitrag befreit.

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Sonderklasse

Bei der medizinischen Behandlung darf es keinen Unterschied zwischen einem Aufenthalt auf der allgemeinen Gebührenklasse und der Sonderklasse geben. Wird der Erkrankte auf eigenen Wunsch in der Sonderklasse aufgenommen, verrechnet die Krankenanstalt dem Versicherten alle anfallenden Nebengebühren und den Differenzbetrag von der allgemeinen Gebührenklasse auf die Sonderklasse.

Da es österreichweit unterschiedlichste Regelungen gibt, ob und in welchem Ausmaß die BVA die Kosten für die Sonderklasse übernimmt, sollten Sie sich vor der Aufnahme in der Sonderklasse bei Ihrer zuständigen Landes- oder Außenstelle über die genauen Bestimmungen in Ihrem Bundesland informieren.