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Begriffserklärung


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Body-Maß-Index (BMI)

Ein Index (=Messzahl), der eine Orientierung über das Körpergewicht unter Einbeziehung der Körpergröße erlaubt.

Berechnung:

Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch die Körperlänge in Meter zum Quadrat.

z.B.: eine Frau wiegt 94 kg und ist 168cm groß.

94 dividiert durch 1,68 zum Quadrat  =

94 dividiert durch 2,82 = 33,3 BMI

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Idealgewicht

Darunter versteht man ganz allgemein jenes Gewicht, mit dem statistisch gesehen die geringste Krankheitsanfälligkeit und die höchste Lebenserwartung verbunden ist. 

Das Idealgewicht liegt für junge Menschen bei einem BMI von 20 bis 26, bei älteren Menschen bei einem BMI von 23  bis 29.

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Untergewicht

BMI kleiner als 19 für Frauen
BMI kleiner als 20 für Männer

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Übergewicht

BMI 25 bis 30

Übergewicht ist streng genommen noch keine Krankheit. Wohl aber besteht bereits Handlungsbedarf.

Regelmäßige Laborkontrollen sollten durchgeführt werden, der aktuelle Lebensstil sollte überdacht werden. Wenn in der Vergangenheit bereits Erkrankungen aufgetreten sind, die auf einen falschen Lebensstil zurückzuführen sind (z.B. Herzinfarkt, Hypertonus) oder Sekundärfolgen des erhöhten Gewichtes bereits eingetreten sind (z.B. Kniegelenksbeschwerden) besteht auch bei Übergewicht die Notwendigkeit medizinischer Maßnahmen.

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Adipositas

 Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas (=Fettsucht). 

Statistisch steigt nun sprunghaft die Wahrscheinlichkeit aller möglichen Erkrankungen (meist Herz-Kreislauf-Erkrankungen) an. Auch wenn alle anderen Werte wie Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker in Ordnung sind, ist die Adipositas als eigener Risikofaktor anzusehen und entsprechend zu behandeln.

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Morbide Adipositas

Menschen, bei denen ein BMI von über 40 besteht, leiden unter der sogenannten Morbiden Adipositas.

Hier sind sehr oft bereits beträchtliche körperliche und psychische Beeinträchtigungen vorhanden. Ein spezielles, für diese Gruppe maßgeschneidertes Therapiekonzept ist nötig.

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Bauchumfang

Eine einfach, aber sehr aussagekräftige Messung. Einfach den Bauchumfang im Stehen, in Nabelhöhe bei mittlerer Inspiration messen. Als Faustregel gilt: Ein Bauchumfang von über 100cm ist ungünstig und bereits ein Zeichen für eine Vermehrung der visceralen (Bauch-)Fettdepots und damit der Gefahr der Insulinresistenz.

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Waist to Hip Ratio

Ein Messwert, der helfen soll, die abdominale (=Bauch) von der peripheren (=Hüfte) Adipositas zu trennen.

Verhältnis von Taille zu Hüfte.

Taille Umfang in cm dividiert durch Hüftumfang in cm.

Die Messung wird standardisiert im Stehen durchgeführt, die Messung erfolgt auf 0,1cm genau.

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Periphere Adipositas

Frauen: WHR kleiner als 0,85

Männer: WHR kleiner als 1,0

Periphere oder gynoide Form (Fettpolster an Hüfte und Oberschenkel = Birnenform) kommt häufig bei adipösen Frauen vor (85%); ca. 20 % aller adipösen Männer haben diese Form.

Bei dieser Fettverteilungsform sind metabolische Begleiterkrankungen (Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck etc.) nur geringgradig häufiger anzutreffen als bei Normalgewichtigen oder Übergewichtigen.

Krankheiten, die mit einer statischen Belastung zusammenhängen - wie Knie- und Hüftprobleme - sind gleich häufig anzutreffen.

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Abdominale Adipositas

Frauen: WHR größer als 0,85

Männer: WHR größer als 1,0

Abdominale Adipositas kommt bei ca 80 % der Männer vor; ca. 15 % der adipösen Frauen.

Typische „Stammfettsucht“, Fettvermehrung im Bauchbereich.

Der Begriff abdominal drückt aus, dass es zu einer Fettvermehrung im Bauch gekommen ist, weniger zu einer Fetteinlagerung unter der Haut.

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Insulinresistenz

Man versteht darunter die verminderte Wirksamkeit von Insulin am Zielorgan.

Die Insulinresistenz ist bei der visceralen Adipositas häufiger. Andere Faktoren, wie körperliche Inaktivität, hoher Fettkonsum, genetische Disposition, spielen eine Rolle.

Insulin ist jener Stoff, der dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzelle aufgenommen und dort verarbeitet werden kann.

Und dieses Insulin hat einen Feind. Die sogenannten freien Fettsäuren (FFS). Durch FFS wird die Wirkung von Insulin gestört. Damit beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf. Der Körper versucht den scheinbaren Mangel an Insulin auszugleichen und produziert einfach mehr. Das "Zuviel" an Insulin bewirkt ein vermehrtes Hungergefühl, gleichzeitig kann das Gegessene aber nicht verarbeitet werden, sondern ist als FFS oder erhöhter Blutzucker im Körper vorhanden und es wird immer mehr Insulin gebildet.

Das funktioniert so lange, bis die Bauchspeicheldrüse, in der das Insulin ja gebildet wird, die Produktion einstellt. Aus der Insulinresistenz und der Hyperinsulinämie ist ein Diabetes Mellitus, eine Zuckerkrankheit geworden.

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Metabolisches Syndrom

Unter dem metabolischen Syndrom versteht man ein Zusammentreffen folgender Gesundheitsstörungen:

  • Abdominale Adipositas
  • Störung des Zuckerstoffwechsels, Typ II Diabetes
  • Störung des Fettstoffwechsel, (Blutfetterhöhung)
  • zu hohe Harnsäure
  • hoher Blutdruck
  • Störung der Fibrinolyse

Andere Namen: Wohlstandsyndrom, Syndrom X

Zentrales Merkmal des metabolischen Syndroms ist die Insulinresistenz.