DRUCKEN

Angehörigenschulung


Angehörigenschulung - Heimabklärung

Neben den verschiedenen Berufsgruppen im multiprofessionellen Team spielt der Angehörige des Patienten eine wichtige Rolle als Bindeglied zur Gesellschaft und zum Leben in seiner gewohnten Umgebung .

Unter Angehörigeneinschulung versteht man die Einschulung des Angehörigen (selten einer anderen Person), die die Versorgung des pflegeabhängigen Patienten übernehmen wird. Es ist von größter Wichtigkeit, sie nach Möglichkeit von Beginn an mit Informationen und Aufklärung zu unterstützen und in die Pflege miteinzubeziehen.

Zentrale Koordinationsstelle bzw. erste Anlaufstelle für den Angehörigen ist - neben den Ärzten - das Pflegepersonal. Bei der Angehörigeneinschulung ist das gesamte Rehabilitationsteam beteiligt.

Das oberste Ziel von Seiten der Pflege besteht darin, die weiterbetreuenden Personen in die pflegerischen Tätigkeiten so einzuschulen, dass eine umfassende Betreuung nach der Entlassung gewährleistet ist. Diese Art der Einschulung ist auch deswegen notwendig, damit der Patient sobald wie möglich ein Wochenende zu Hause verbringen kann, falls dies im Rahmen einer therapeutischen Freistellung sinnvoll erscheint.

Was umfasst die Einschulung?

  • Grundpflege : duschen, baden, Hautpflege, Selbsthilfetraining, anziehen, essen
  • Lagerung : individuelle Lagerungstechnik (Bobath Konzept)
  • Transfer : individuell auf den Patienten und häusliche Gegebenheiten abgestimmt
  • Toilette : Blasenentleerung, Versorgung von suprapubischem Dauerkatheter, Anwendung von Inkontinenzbehelfen, Info über Toiletten- bzw. Blasentraining
  • Verbandstechniken : verbinden der suprapubischen Fistel, PEG-Sonde
  • Prophylaktische Massnahmen : Dekubitus-, Pneumonie-, Thrombose- und Kontrakturprophylaxe
  • Umgang mit Hilfsmitteln : z.B. Rollstuhl, Badewannenbrett