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Elektrotherapie

Bereits 46 n. Chr. (Zeit Kaiser Claudius) wurden elektrische Fische (Zitterrochen) zur Elektrostimulation und Schmerztherapie verwendet. Heute steht uns die Elektrotherapie in verfeinerter, gezielter Weise zur Verfügung. Gezielte Dosierung und eine große Auswahl verschiedener Stromformen ist möglich. Elektrotherapie hat Einfluss auf Schmerz, Durchblutung, Entzündung und wirkt muskelstimulierend. Die Elektrotherapie wird in drei große Bereiche gegliedert: Niederfrequente, Mittelfrequente und Hochfrequente Ströme


Elektrotherapie

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Niederfrequente Ströme (0-1000 Hertz)


Niederfrequente Ströme können vom Körper als Einzelimpulse erkannt werden und auch beantwortet werden.

  • Konstante Galvanisation
  • Iontophorese
  • Zellenbäder

Alle niederfrequenten Ströme, die auf irgendeine Weise unterbrochen, verformt oder in ihrer Flussrichtung verändert werden, werden auch als Reizströme bezeichnet:

  • Faradischer Strom
  • Schwellstrom
  • Exponentialstrom
  • Diadynamischer Strom
  • Stochastische Reizströme
  • Ultrareizstrom
  • TENS
  • Hochvolttherapie (Sonderform) etc.

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Mittelfrequente Ströme (1kH-100kHz)


Mittelfrequenz: Interferenzstrom (in unserem Haus nicht vorhanden)

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Hochfrequente Ströme (>100kHz)


Diese Wellen stellen - ebenso wie Licht- und Röntgenstrahlen - elektromagnetische Schwingungen dar. Sie wirken innerhalb des beeinflussten Körperteiles nie direkt sondern lassen innerhalb der Gewebe stets einen Wechselstrom gleich hoher Frequenz (Hochfrequenz) entstehen. Dieser erwärmt das Gewebe aufgrund der elektrischen Widerstände. Eine andere Bezeichnung ist auch Diathermie.

  • Mikrowelle
  • Kurzwelle
  • Dezimeterwelle

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Formen der Elektrotherapien

 

  • Ultraschall als Therapie: stellt eine eigene Therapieform dar. Hier werden mechanische Wellen (Quarzkristall) erzeugt. Sie zählt indirekt zu den Wärmetherapien. Bewährt als Schmerzpunkttherapie. 
  • Lichttherapie: Das psychische Wohlbefinden und die seelische Gestimmtheit ist bei manchen Menschen sehr vom Licht abhängig. Wenn die Tage kurz und die Nächte länger werden, steigt die Neigung, eine Depression, eben eine saisonale oder Winterdepression zu entwickeln. Lichttherapie kann dieses Defizit ausgleichen. 
  • Rot und Blauchlichttherapie: Wärmetherapie mit dem Ziel, die Durchblutung von Hautgebieten zu verstärken. 
  • Inhalation: Wohltuend und günstig bei vielen Formen pulmonaler Alteration. Oft in Verbindung mit Atemgymnastik und Klopfmassage.