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Wochengeld für Vertragsbedienstete

Neben den medizinischen Leistungen gebührt aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft als Geldleistung das Wochengeld, das den Verdienstentgang von weiblichen Vertragsbediensteten während des Beschäftigungsverbotes ersetzen soll.


Tipp

Das Wochengeld gebührt nur weiblichen Vertragsbediensteten. Beamtinnen haben keinen Anspruch auf Wochengeld, da ihr Entgelt während des Beschäftigungsverbotes vom Dienstgeber weiterbezahlt wird.

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Anspruchsdauer

Das Wochengeld gebührt

  • für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung
  • für den Tag der Entbindung
  • für die ersten acht Wochen nach der Entbindung
  • bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und Kaiserschnitt für die ersten zwölf Wochen nach der Entbindung

Weiters gebührt das  Wochengeld für jenen Zeitraum, in dem die Versicherte aufgrund eines Zeugnisses des Arbeitsinspektions- oder Amtsarztes nicht beschäftigt werden darf, weil das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet wären.

Damit das Wochengeld nach der Entbindung weitergewährt werden kann, benötigen wir eine Geburtsbestätigung oder Geburtsurkunde. Bei Frühgeburten und Kaiserschnittentbindungen ist auch eine ärztliche Bestätigung erforderlich.

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Antrag auf Wochengeld

Wochengeld kann von uns nur auf Antrag gewährt werden, den Sie in Ihrer zuständigen Landesstelle einreichen müssen. Zur Berechnung des Wochengeldes benötigen wir eine Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld, ausgestellt von Ihrem Dienstgeber sowie eine Bestätigung Ihres behandelnden Gynäkologen über den voraussichtlichen Entbindungstermin.

Befinden Sie sich im vorzeitigen Beschäftigungsverbot benötigen wir auch die Bestätigung des Arbeitsinspektions- oder Amtsarztes über dieses vorzeitige Beschäftigungsverbot.

Info

Geben Sie für die Auszahlung des Wochengeldes auch immer IBAN und BIC an.

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Höhe des Wochengeldes

Das Wochengeld soll den entfallenden Arbeitsverdienst der Vertragsbediensteten ersetzen. Das Wochengeld gebührt in der Höhe des auf den Kalendertag entfallenden Teiles des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes, der in den letzten drei Kalendermonaten vor Eintritt des Versicherungsfalles gebührt hat, vermindert um die gesetzlichen Abzüge. Auch die auf diesen Zeitraum entfallenden Sonderzahlungen werden durch eine prozentuelle Erhöhung gemäß der Satzung berücksichtigt.

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Auszahlung des Wochengeldes

Die BVA weist das Wochengeld alle vier Wochen im Nachhinein an. Voraussetzung für eine pünktliche Auszahlung ist, dass alle Informationen und Unterlagen, die wir zur Feststellung des Anspruches und Berechnung der Höhe benötigen, zeitgerecht und vollständig bei uns eingelangt sind. 

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Ruhen des Wochengeldes

Der Anspruch auf Wochengeld ruht

  • solange die Versicherte Anspruch auf Fortzahlung von mehr als 50 % des vollen Entgeltes hat. Besteht ein Anspruch auf Weiterleistung von 50 % dieses Bezuges, so ruht das Wochengeld zur Hälfte
  • solange die Versicherte während des Anspruches auf Wochengeld eine Erwerbstätigkeit ausübt, in der Höhe des aus dieser Erwerbstätigkeit erzielten Einkommens.