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Was ist eine Versehrtenrente?


Die Versehrtenrente dient der Entschädigung nach einem anerkannten Dienstunfall oder einer anerkannten Berufskrankheit. Sie soll helfen, die Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) und die Mehrbelastung durch die Behinderung auszugleichen.

Die Minderung der Erwerbsfähigkeit wird im Rahmen einer oder mehrerer Begutachtungen durch medizinische Sachverständige festgestellt. Sie ist eine monatliche Geldleistung, die für die Dauer der berentungsfähigen Minderung der Erwerbsfähigkeit gewährt wird.

Es gibt verschiedene Arten einer Versehrtenrente:

Bis zu 2 Jahre nach Eintritt des Versicherungsfalles kann eine Vorläufige Versehrtenrente gewährt werden.

Anstelle einer Vorläufigen Versehrtenrente kann eine Gesamtvergütung gewährt werden. Die Auszahlung erfolgt in einem Gesamtbetrag, der den Zeitraum der zu erwartenden Minderung der Erwerbsfähigkeit abdeckt. Für eine allfällige Weitergewährung der Rente ist ein Antrag erforderlich.

Besteht nach Ablauf von 2 Jahren nach Eintritt des Versicherungsfalles noch eine rentenbegründende Minderung der Erwerbsfähigkeit, ist eine Dauerrente zu gewähren. Dauerrente bedeutet nicht, dass die Rente auf immer (bis zum Tod) gewährt wird. Es werden regelmäßige Nachuntersuchungen durchgeführt. Kommt es zu einer wesentlichen Änderung erfolgt eine Neufeststellung.

Bei Vorliegen mehrerer Versicherungsfälle besteht die Möglichkeit einer Gesamtrente. 

Versehrtenrenten werden monatlich im Nachhinein ausbezahlt. In den Monaten April und September gebührt je eine Sonderzahlung in Höhe des entsprechenden Monatsbetrages.