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Wie hoch ist die Rente?


Die Höhe der Rente ist abhängig von der Bemessungsgrundlage (monatliches Gehalt inklusive der ruhegenussfähigen Zulagen) und dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit.

Nach dem B-KUVG gibt es keine Höchstbemessungsgrundlage!

Minderung der Erwerbsfähigkeit

Die Minderung der Erwerbsfähigkeit wird medizinisch festgestellt.

Sie stellt eine abstrakte Einschätzung der Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (Summe aller Berufsbilder) dar. Die konkrete Behinderung in der jeweiligen Berufsausübung bleibt unberücksichtigt.

Beschwerden oder Behinderungen die nicht Folgen eines anerkannten Dienstunfalles / Berufskrankheit sind werden bei der Einschätzung nicht berücksichtigt.

Einschätzungen durch das Sozialministeriumsservice (früher Bundessozialamt) folgen anderen Richtlinien und sind daher nicht vergleichbar! 

Berechnung

Vollrente:

Entspricht einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 100 %.
Beträgt 2/3 der Bemessungsgrundlage

Teilrente:

Beträgt die Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht 100 %, so gebührt nur der Teil der Vollrente der der tatsächlichen Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht.

Zusatzleistungen für Schwerversehrte:

Zusatzrente

20 % der Teilrente bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 50 – 69 %
50 % der Teilrente bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 70 – 100 %

Kinderzuschuss

10 % der Teilrente und der Zusatzrente
Max. € 76,31 pro Kind

Höchstausmaß

Die Versehrtenrente, die Zusatzrente und die Kinderzuschüsse dürfen zusammen die Bemessungsgrundlage nicht übersteigen.

Berechnungsbeispiel:

Bemessungsgrundlage: € 1.500,--
MdE 70 %
1 anspruchsberechtigtes Kind

Vollrente: € 1.000,--

Teilrente: € 700,00
Zusatzrente (50 %):€ 350,00
Kinderzuschuss (errechnet € 105,-- jedoch max. 76,31):€ 76,31
Monatliche Rente: € 1.081,31

Versehrtenrenten werden monatlich im Nachhinein ausbezahlt. In den Monaten April und September gebührt je eine Sonderzahlung in Höhe des entsprechenden Monatsbetrages.