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Mehr Gesundheit für PädagogInnen


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Prozessablauf

Der Prozess "Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Kindergarten" umfasst mehrere Schritte. Der Grundstein wird bereits in der Vorphase gelegt, in der Informationen zum Thema eingeholt und eine gemeinsame Entscheidung im Team getroffen wird. Im nächsten Schritt kann mit dem Aufbau der Prozessstruktur begonnen werden.


Prozessablauf Kindergarten  

Die Projektstruktur beinhaltet neben einer genauen Projektdefinition vor allem die Konstituierung eines Gesundheitsteams mit einer internen Projektleitung sowie die Festlegung der Projektziele und die Kick-off-Veranstaltung.

Im nächsten Schritt (Diagnose) soll unter möglichst breiter Einbeziehung des ganzen Teams ein klares Bild über Gesundheitsressourcen und Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz Kindergarten entstehen. In dieser Phase gilt es die Bedürfnisse und Sichtweisen der Kindergartenleitung (Sensibilisierungsworkshop) und der KindergartenpädagogInnen (Gesundheitsworkshop) zum Thema Gesundheit abzufragen, ehe alle Ergebnisse als dritter Schritt in einem Zusammenführungsworkshop zusammengetragen und gemeinsame Verbesserungsmaßnahmen zur Umsetzung geplant werden.

Der dritte Schritt (Planung) dient zur Konkretisierung und Strukturierung der erarbeiteten Umsetzungsschwerpunkte.

Im vierten Schritt (Umsetzung) sollen die geplanten Maßnahmen durchgeführt werden, wobei auf eine Ausgewogenheit zwischen Verhaltens- und Verhältnisorientierung zu achten ist.

Der fünfte Schritt (Evaluation) umfasst eine Ergebnisbewertung, inwieweit die definierten Ziele erreicht und die durchgeführten Maßnahmen Veränderungen in Richtung mehr Gesundheit bewirkt haben. Anhand eines Reflexionsworkshops mit der Kindergartenleitung und dem Gesundheitsteam oder dem Kollegium wird der Prozessverlauf evaluiert.

Die entsprechenden Schritte sollten in einer Laufzeit - je nach Größe des Kindergartens - von rund 1 ½ bis 3 Jahren abgewickelt werden.

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Qualitätskriterien

Damit Gesundheitsförderung am "Arbeitsplatz Kindergarten" gelingt und ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit aller DienstnehmerInnen geleistet werden kann, sollten folgende 7 Punkte beachtet werden:  

1. Ganzheitlichkeit

Gesundheitsförderung entsteht durch die ausgewogene Verbindung von verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen.

2. Partizipation & Empowerment

Es bedarf einer aktiven Beteiligung des Kindergartenteams. Die KindergartenpädagogInnen, -helferInnen und -mitarbeiterInnen sollen ihre Gesundheitspotentiale stärken und zu selbstverantwortlichem Umgang mit ihrer Gesundheit befähigt werden. 

3. Integration

Die Grundsätze von Gesundheitsförderung werden in die Kindergartenphilosophie und in den Arbeitsalltag eingebettet, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

4. Gesundheitsförderung als Führungsaufgabe

Führungsstil und Führungskultur der Kindergartenleitung haben direkte Auswirkungen auf die subjektive Gesundheit der KindergartenpädagogInnen, -helferInnen und -mitarbeiterInnen.

5. Kompetentes, internes Projektmanagement

Ein strukturiertes Vorgehen gemäß den einzelnen Prozessschritten ermöglicht dauerhafte und nachvollziehbare Prozesse und Ergebnisse.

6. Evaluation

Die Bewertung der Ergebnisse zeigt, inwieweit die definierten Ziele erreicht und Veränderungen bewirkt wurden.

7. Dokumentation & Öffentlichkeitsarbeit

Der Prozess wird ausreichend nachvollziehbar dokumentiert. Gewonnene Erfahrungen sind innerhalb und außerhalb des Kindergartens nutzbar.